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Spannende Rückblicke

Begeben Sie sich auf eine aufregende Reise in die Vergangenheit des Technischen Museums Wien.
1909
Der Kaiser legt den Grundstein
 
Am 20. Juni 1909 treffen sich Vertreter des Adels, der Regierung, der Stadt Wien und der Kirche zur feierlichen Grundsteinlegung des "Technischen Museums für Industrie und Gewerbe". Den Höhepunkt der Zeremonie bilden die drei Hammerschläge von Kaiser Franz Joseph auf den Grundstein.

Der Anlass des 100-Jahr-Jubiläums wird als Einstimmung zu den Rückblicken im Eingangsbereich inszeniert. Großformatige Fotografien dokumentieren den minutiös geplanten Ablauf dieser symbolträchtigen Feier, die ganz im Zeichen des bürgerlichen Patriotismus steht. Die musikalische Untermalung durch den Wiener Männergesang-Verein wird in einer Medienstation nachempfunden.

 
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1907 - 1922
Das Bürgertum setzt sich ein Denkmal
 
Gruppenbild der MitarbeiterInnen, 1921
Gruppenbild der MitarbeiterInnen, 1921
Die Gründungsjahre des Technischen Museums sind gekennzeichnet von politischen Umwälzungen. Errichtet wird das Museum als Denkmal der Leistungen von Gewerbe und Industrie in der Habsburgermonarchie, die Eröffnung findet während des Ersten Weltkrieges statt und seine Wirkung als Bildungsstätte entfaltet sich in der Ersten Republik.

Die Haltung der Gründer ist geprägt von optimistischem Fortschrittsglauben, konservativem Kulturverständnis sowie von den Ideen der Volksbildung. Das Aufzeigen dieser Spannungsfelder ist der Leitfaden dieses Ausstellungsbereiches.

Anhand von 5 Themen werden die zentralen Etappen der Gründungsgeschichte skizziert: die Vorgeschichte seit der Wiener Weltausstellung 1873, der Architektenwettbewerb und die Errichtung des Museumsgebäudes, die Organisation und Finanzierung dieses Wiener Kulturprojektes, die Entstehung der Sammlungen und die Einrichtung des Hauses sowie der Museumsalltag bis zur Verstaatlichung 1922.

 
1938-2009
Raub und Rückgabe von Kulturgut
 
Hugo Theodor Horwitz <br />(1882-1942)
Hugo Theodor Horwitz
(1882-1942)
In der NS-Zeit spielt das Museum keine aktive, exponierte Rolle. Viktor Schützenhofer bleibt über alle politischen Brüche hinweg von 1930 bis 1949 Direktor. Seit 1938 übernimmt das Museum allerdings mehrmals geraubtes jüdisches Kulturgut. Auf der Grundlage des 1998 beschlossenen Kunstrückgabegesetzes beginnt im Technischen Museum Wien die Provenienzforschung, die Recherche nach der Herkunft der Objekte.

Ein für das Museum wichtiges Beispiel der Ergebnisse der Provenienzforschung ist der Nachlass des Anfang 1942 in Minsk ermordeten Technikhistorikers Hugo Theodor Horwitz. 2006 besucht sein nach Kanada emigrierter Sohn Anselm
Barnet Wien. Der Nachlass seines Vaters wird an ihn restituiert.

 
1992-1999
Das Museum entsteht neu
 
Anhebung der Kuppeln
Anhebung der Kuppeln
Im Rahmen einer großen, von der Politik gestarteten Museumsinitiative entwickelt sich das Technische Museum Wien zu einem der spektakulärsten Erneuerungsprojekte. Aus Mitteln der sogenannten "Museumsmilliarde" erfolgt nach der Räumung der alten Ausstellungen die Generalsanierung des Gebäudes. Einige Zu- und Umbauten für eine verbesserte Infrastruktur entstehen.

Für das Team des Museums besteht seit 1996 die Herausforderung in der Wiedereinrichtung des leeren Hauses nach neuen konzeptionellen Vorgaben. Nach drei Jahren kann das neue Museum 1999 eröffnet und im Jahr darauf in die Vollrechtsfähigkeit entlassen werden.

 
Schausammlungspfad "Zeitreise"
 
Blick in die Mittelhalle, 1918
Blick in die Mittelhalle, 1918
Auf Ihrer Wanderung durch das Museum können Sie ausgewählte Fotos aus den Jahren nach der Eröffnung 1918 entdecken. Diese Bilder ermöglichen Ihnen vergleichende Blicke in die Vergangenheit der Schausammlung.

Die Ersteinrichtung des Museums bleibt über Jahrzehnte bis zur Schließung vor der Generalsanierung 1992 prägend für die Wahrnehmung des Museums.


Interventionen der Künstler zu den Rückblicken

Birgit Knoechl zum Thema "Der alte Eingang neu entdeckt"
1974 in Wien geboren // lebt und arbeitet in Wien

Miriam Bajtala zum Thema "Auswechslung der Ehrentafel in der NS-Zeit"
1970 in Bratislava geboren // lebt und arbeitet in Wien