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Der "moderne" Flügel

Das im 19. Jahrhundert entstandene Virtuosentum, das nicht immer mit musikalischer Tiefe, sondern oft nur mit artistischer Zurschaustellung zu tun hatte, veränderte die Instrumentenkonzepte nachhaltig. Lautstärke und technische Robustheit rückten in den Vordergrund. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Gussplatte zur statischen Verstärkung gegen den immer weiter wachsenden Saitenzug durchgesetzt: Größere Konzertsäle bedurften immer lauterer Instrumente, was nur mit konstruktiven Verstärkungen aller Teile, vor allem der Saiten, zu erreichen war. Gleichzeitig verlangte man eine leichte Spielart mit perfekter Funktion.
Gussplatte. Foto: Donhauser
Gussplatte. Foto: Donhauser
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 Wiener Klavierbau
 'Moderner' Flügel

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Dies konnte die alte "Wiener Mechanik" - eine Prellzungenmechanik, die in Wiener Betrieben in Handarbeit gefertigt wurde - nicht mehr gewährleisten.
 
Wiener Mechanik
Wiener Mechanik

Die "englische" Stoßzungenmechanik hingegen war in Grenzen regulierbar und konnte auf die individuellen Wünsche von Pianisten abgestimmt werden. Auch der Klang des Klaviers ließ sich durch "Intonation" (Manipulation an den Hammerköpfen aus Filz) an die Kundenwünsche anpassen.
 
Englische Mechanik
Englische Mechanik