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 | | Limbergsperre, Kaprun | Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde der Bau von mehreren Wasserkraftwerken begonnen. Das ehrgeizigste Projekt war das Tauernkraftwerk Glockner-Kaprun. Bereits zu Kriegsende waren die Treibwasserzufuhr und das Krafthaus in Kaprun teilweise betriebsfähig. Die schwierigsten und teuersten Bauten, nämlich die Limbergsperre und der Möll-Überleitungsstollen, fehlten aber noch. |
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 | Betonieren der Limbergsperre, 1950 c Verbund AHP-Archiv, Kaprun | In der Nachkriegszeit herrschte extreme Stromknappheit; der Strom musste häufig abgeschaltet werden. Der Weiterbau des Tauernkraftwerks wurde daher gleich zu Beginn des Europäischen Wiederaufbau Programms als besonders dringlich anerkannt. Beim Bau des Oberstufenkraftwerks (Mooserboden) bremsten die US-Experten zunächst die Vergabe weiterer ERP-Kredite, weil sie die Wirtschaftlichkeit des Projekts anzweifelten. Sie forderten stattdessen den Bau einer Hochspannungsleitung über den Arlberg, um die Energie der Vorarlberger Illwerke im eigenen Land zu nutzen. Für Österreich war Kaprun aber zu einer so wichtigen Prestigefrage geworden, dass sich die amerikanischen Partner umstimmen ließen. Hunderte ERP-Millionen halfen, das Werk bis 1955 zu vollenden. |
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Die Diskussion um die Entschädigung Tausender Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge holte das Tauernkraftwerk in den 1990er Jahren ins öffentliche Bewusstsein zurück. Das Seilbahnunglück vom 11. November 2000, bei dem 155 Menschen ihr Leben verloren, hat dem Namen Kaprun eine vollkommen neue Bedeutung verliehen. |
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