|
|
|
|
|
 | | VÖEST Drehbank, 1959 | Die im Krieg errichtete Linzer Hütte galt als zu groß für Österreich. Als der U.S. Hochkommissar General Marc Clark im Juli 1946 die nunmehrige VÖEST an die Regierung übergab, war die Entscheidung zum Wieder-Aufbau gefallen. Bombentreffer, Koks- und Schrottmangel sowie die bisherige Ausrichtung auf die Panzerfertigung erschwerten die Inbetriebnahme. Nachdem Walzware und einer der sechs Hochöfen gegen polnische Steinkohle nach Schweden verkauft wurde, ging im Juni 1947 der erste Hochofen in Betrieb. Der Eisen- und Stahlplan bestimmte Linz zum Zentrum der Blecherzeugung. Die VÖEST erhielt mit ERP-Mitteln ein Brammen- und Breitband-Walzwerk sowie ein Kaltwalzwerk "Made in USA". |
|
|
|
|
|
 | Bronzetafel mit ERP-Wappen, 1951 c Verbund AHP-Archiv, Kaprun | In den ersten Plänen erhielt der ältere Standort Donawitz der Österreichisch-Alpine Montangesellschaft (ÖAMG) Priorität vor der größeren Hütte Linz. Im August 1946 wurde in Anwesenheit von Bundeskanzler Figl der erste Hochofen angeblasen. In den 1950er Jahre standen vier Hochöfen unter Feuer. Die Planung hatte Donawitz die Langprodukte - Schienen, Träger, Drähte - zugewiesen. Nachdem die Sowjets ein 1944 aufgestelltes elektrisches Blockwalzwerk demontiert hatten, bestand großer Nachholbedarf. Mit ERP-Krediten erhielt Donawitz eine amerikanische Block-, Knüppel- und Platinenstrecke, 1955 ein Profil- und 1960 ein Drahtwalzwerk. |
|
|
|
Ein Engpass bestand in der Technik der Stahlerzeugung. Basierend auf Versuchen in der Schweiz nahmen die VÖEST 1952 und im Jahr darauf die ÖAMG in Donawitz neue LD-Stahlwerke in Betrieb. Dieses von Österreich in die ganze Welt exportierte Sauerstoff-Aufblas-Verfahren gilt neben Kaprun als Markstein des Wieder-Aufbaus. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |