home  |  kontakt  |  newsletter  |  impressum  |  suche  |  presse   international  |  english
Marshall-Plan
Von den vier alliierten Großmächten gingen nur die Vereinigten Staaten wirtschaftlich gestärkt aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Politisch standen sich allerdings die USA und die Sowjetunion einander gegenüber.
 
weiter
 Einleitung
 Überleben im Frieden
 Internationale Hilfe
 Marshall Plan
 Eisen- und Stahlindustrie
 Kaprun
 ERP - nach dem Marshall-Plan
 Österreich
Downloads
Rede G. C. Marshall_deutsch (pdf)
Rede G. C. Marshall_englisch (pdf)

Printversion
Print
1. Preis eines europaweiten<br>Plakatwettbewerbs, 1950
1. Preis eines europaweiten
Plakatwettbewerbs, 1950
In den USA diskutierten Politiker verschiedene Strategien gegen die Nachkriegskrise in Europa. Umstritten war die Einbeziehung von Deutschland. Entscheidend blieb die Frage, ob jedes Land für sich den Wiederaufbau planen sollte oder ob eine gemeinsame Strategie mehr Erfolg versprach.
Für die Beraterstäbe im US-Außenministerium wurde es Anfang 1947 immer wahrscheinlicher, dass Europa massive Hilfe benötigte und die Planung des Wiederaufbaus auf gemeinsamer europäischer Basis erfolgen musste. Das Programm sollte im Gegensatz zu den bisherigen Hilfen längerfristig angelegt sein und strukturverändernd wirken, definierte US-Außenminister George C. Marshall im Juni 1947 in seine berühmte Rede die grundlegenden Ziele.
Auf Einladung Frankreichs und Großbritanniens gründeten bereits im Juli 1947 in Paris 16 Staaten das CEEC (ab 1948 OEEC: Organization for European Economic Cooperation) und einigten sich auf ein Wiederaufbauprogramm. Im April 1948, knapp ein Jahr nachdem Marshall die Idee vorgestellt hatte, genehmigte der Kongress das Programm. In kurzer Zeit wurden mit der Economic Cooperation Administration (ECA) die organisatorischen Voraussetzungen des European Recovery Programm (ERP) geschaffen.
Insgesamt betrug das Gesamtvolumen des ERP von 1948 bis 1952 dreizehn Milliarden Dollar - eine im Vergleich zu anderen zivilen Ausgaben im US-Budget sehr hohe Summe. Österreich erhielt Hilfsgüter im Wert von rund einer Milliarde Dollar.