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Im Frühjahr 1946 verschlechterte sich die Versorgung weiter bis zur "Mai-Krise", als die offizielle, aber nicht für alle garantierte Ration von 950 Kalorien kaum zum Überleben reichte. Ohne die Lieferungen der Besatzer, die internationalen Hilfsprogramme der Schweiz und der skandinavischen Ländern sowie ab 1946 der Hilfe von CARE und UNRRA hätten viele nicht überlebt. Neben dem Hunger bildete der Wohnungsmangel das größte Problem, von dem in Wien 270.000 Menschen betroffen waren. Zudem hielten sich nach dem Krieg hunderttausende Menschen vorübergehend in Österreich auf. Volksdeutsche Flüchtlinge, "Displaced Persons" aus anderen Ländern, befreite Zwangsarbeiter und Überlebende des Holocaust warteten in Lagern auf die Ausreise in andere Länder oder die dauernde Aufnahme in Österreich. Die seelischen und kulturellen Folgen des Krieges konnten im Kampf ums materielle Überleben vielleicht verdrängt werden; aber was hier vernichtet worden war, ließ sich nicht wie zerstörte Betriebe und Häuser wieder aufbauen. |