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Österreich baut auf
Wieder-Aufbau & Marshall-Plan

Sonderausstellung
bis 2. Oktober 2005

Mit dieser Ausstellung beteiligen wir uns am Jubiläumsjahr 2005. 60 Jahre Kriegsende, 50 Jahre Staatsvertrag und 10 Jahre EU-Beitritt sind Anlass für eine Bilanz.
Die Ausstellung
 
In der "Moskauer Deklaration" vom 30. Oktober 1943 bezeichneten die Alliierten Österreich als erstes "Opfer" der "Hitlerschen Agression" und die Wiederherstellung eines "freien und unabhängigen" Landes als Ziel. Damit sollte vor allem der österreichische Widerstand gestärkt werden. Nach Kriegsende bot der Opfermythos sowohl der Regierung als auch der Bevölkerung eine ausreichende Begründung, sich nicht oder nur bruchstückhaft mit Österreichs Beteiligung am Zweiten Weltkrieg und am Holocaust auseinanderzusetzen.

Unmittelbar nach dem Krieg ging es vor allem um die Wiederherstellung zerstörter Brücken, Bahnanlagen, Häuser und noch mehrere Jahre um die Versorgung der hungernden Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln und Bekleidung. Daran beteiligten sich zahlreiche staatliche und private Hilfsorganisationen vieler Länder.
 
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Im Laufe des Jahres 1947 setzte sich in den USA die Überzeugung durch, die punktuelle Überlebenshilfe in ein längerfristiges, effektiveres Projekt umzuwandeln. Mit dem von Außenminister George C. Marshall initiierten European Recovery Program (ERP) stellten die USA von 1948 bis 1952 16 westeuropäischen Ländern insgesamt 13 Milliarden Dollar zur Verfügung. Politisch sollte mit der Wieder-Aufbauhilfe dem Vordringen des Kommunismus in Europa ein Riegel vorgeschoben werden.

Österreich agierte geschickt zwischen Ost und West. Es gelang, als einziges Land in dem sich sowjetische Besatzungstruppen befanden, am Marshall-Plan teilzunehmen und die Teilung des Landes zu verhindern. Österreich trat zwar 1948 der OEEC in Paris bei, blieb jedoch der NATO fern. In die UNO und in den Europarat wurde Österreich als souveräner Staat 1955/56 aufgenommen. Für Österreich bedeutete die Teilnahme am Marshall-Plan daher auch den Beginn der Westorientierung: politisch, wirtschaftlich und kulturell.
 
Vermittlung und Katalog
 
Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm lädt Sie ein, sich mit den Themen der Ausstellung auseinanderzusetzen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (dt./engl.) - siehe Link auf der rechten Seite.
 
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