Sep. 2007 - Jun. 2013

Abenteuer Forschung

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© Technisches Museum Wien, Foto: Inge Prader
Weiterführende Links
www.fwf.ac.at

Laufzeit: 25. September 2007 - 30. Juni 2013

 

Was haben Herzschrittmacher, Batterien und das Gepäckröntgen am Flughafen gemeinsam? Sie sind entstanden, weil Wissenschaftler neue Erkenntnisse suchten – unabhängig davon, ob das neue Wissen praktisch verwertbar wäre.

Es ist schon faszinierend: Gerade, wenn WissenschaftlerInnen die Möglichkeit bekommen, sich völlig ohne Einschränkung mit neuen Themen zu befassen – ganz ohne praktische Verwertbarkeit im Hinterkopf –, führt dies oft zu wichtigen, manchmal sogar lebensrettenden, Erfindungen.

Nichts ist menschlicher als die Neugier

Neugier – die Lust, zu verstehen, wie etwas funktioniert, die Freude, den Dingen auf den Grund zu gehen. In der Wissenschaft bezeichnet man diese „reinste Form“, Wissen zu erwerben, als „Grundlagenforschung“. Wirtschaftliche Interessen rücken in den Hintergrund, im Zentrum steht schlicht die neue Erkenntnis. Sehr oft führen gerade solche Forschungen zu ganz grundlegenden Erfindungen mit enormer praktischer Bedeutung für den Alltag.

Wie konnte beispielsweise der italienische Arzt Luigi Galvani (1737 – 1798) wissen, dass seine medizinischen Experimente mit Froschschenkeln die Basis für unsere heutige Nutzung von elektrischem Strom bilden würden? Wer hätte gedacht, dass Spuren einer geheimnisvollen, unsichtbaren Strahlung, die Wilhelm Conrad Röntgen (1845 – 1923) völlig zufällig auf einem fluoreszierenden Schirm entdeckte, einmal medizinische Untersuchungsmethoden revolutionieren würden? Und auch das Prinzip eines Herzschrittmachers basiert auf der zufälligen Beobachtung des Arztes Albert Hyman (1893 – 1972), dass Stiche in ein stehen gebliebenes Herz dieses unter bestimmten Umständen wieder „anspringen“ lassen.

Wer würde da noch behaupten wollen, Grundlagenforschung sei sinnlos?

In Zusammenarbeit mit dem FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) widmet das Technische Museum Wien daher dem Bereich „Grundlagenforschung“ eine eigene Ausstellung. Lassen Sie sich von einer 2.000 Jahre alten Batterie faszinieren, hören Sie mit den Ohren eines tauben Menschen mit Cochlea-Implantat oder errechnen Sie Ihren CO2-Fußabdruck!


Herzlichen Dank an:


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